Hilft Sport Kindern wirklich beim Lernen?

Während Kinder lernen oder Ihre Hausaufgaben erledigen, sitzen diese meistens an dem Schreibtisch oder sogar auf der Couch. Bewegung ist da kaum enthalten, außer evtl. der Gang zum Kühlschrank oder zur Toilette. Doch es heißt, dass sportliche Bewegung bzw. der Ausgleich für effektives Lernen essentiell sein soll.
Sport steht hierbei für eine intensive körperliche Anstrengung von 15 bis 30 Minuten täglich. Aus verschiedenen Gründen schaffen das viele Menschen nicht. Das hat zur Folge, dass eine Diskrepanz zwischen Energieverbrauch und -aufnahme entsteht. Das Gehirn benötigt im Durchschnitt nur ein Drittel der aufgenommenen Energie. Es besteht die Möglichkeit, dass in Folge dessen Übergewicht und andere gesundheitliche Schäden entstehen können. Regelmäßig Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren, verhindert dies.
Ob da etwas dran ist, dass Sport sowohl für Kopf als auch für den Körper gut ist? Man hört das immer, doch ohne eindeutige Beweise möchte der innere Schweinehund nicht dran glauben. Deshalb gehen wir hier der Frage nach, ob Sport wirklich beim Lernen hilft und die Konzentration steigert.

Rechnen lernen durch Sport

Eine Studie an fünf Grundschulen in Halle, welche von der Sportwissenschaftlerin Nadja Walter durchgeführt wurde, sollte Aufklärung über den Mythos bringen, dass Sport beim Rechnen lernen unterstützt. In der Studie erhielten einige Schulklassen drei Stunden Sportunterricht in der Woche, während andere Schulklassen lediglich zwei Stunden Sportunterricht in der Woche erhielten. Nach einer Testphase von 16 Monaten, kam ein erstaunliches Resultat raus; die Schüler mit drei Stunden Sportunterricht in der Woche konnten Ihre Konzentration um bis zu 40 % erhöhen.

Weitere Studien

Es ist eine Vielzahl von internationalen Studien vorhanden, die belegen, dass Sport die Konzentration fördert und somit Kinden dabei hilft effektiver zu lernen. Die Sauerstoff- und Blutversorgung des Gehirns wird durch sportliche Aktivitäten angeregt. Dadurch werden mehr Endorphine, Serotonine sowie Dopamine, auch Glückshormone genannt, vom Körper ausgeschüttet. Das Ausschütten von Endorphinen, Serotoninen sowie Dopaminen, baut Stress ab und verbessert die Stimmung. Der Körper ist nach einer sportlichen Aktivität entspannter und der Kopf ist in der Lage eine höhere Konzentration zu erreichen. Außerdem werden Cortisol und Adrenalin reduziert. Eine weitere Botschaft der Studien ist, dass der Effekt unabhängig von der Sportart ist, dass heißt es kommt ganz allein auf die allgemeine Bewegung des Körpers an. Also können Kinder die Sportart betreiben, die Ihnen Spaß machen und schon können die Kinder besser denken. Deshalb sollten Kinder während Ihrer Lernphasen ausreichend Sport treiben.

Steigerung der Aufnahmefähigkeit des Gehirns

Die Durchblutung der einzelnen Areale des Gehirns wird durch Inaktivität behindert. Das bedeutet, dass die Aufnahmefähigkeit des Gehirns durch sportliche Aktivität zunimmt. Kinder, die kein Sport treiben, berauben sich also der Möglichkeit beim Lernen mehr Wissen zu akkumulieren. Außerdem regen sportliche Aktivitäten das Wachstum von Nerven an. Es entstehen durch die Stimulation neue Synapsen, wodurch im Gehirn neue Neuronen gebildet werden. Sportliche Aktivitäten an der freien sind Luft sind besonders wichtig. Die Durchblutung des Gehirns wird bereits durch einen halbstündigen Spaziergang um 14 % gesteigert. Eine eingelegte Bewegungspause kann dazu verhelfen sowohl Konzentrationsschwächen als auch Nervosität zu verringern. Die Kinder müssen hierfür nicht unbedingt vor die Tür gehen, um sich sportlich zu engagieren. Es reichen auch einfache Übungen wie Kniebeugen, Sit-Ups oder Streck- und Dehnübungen vollkommen aus.

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